Startschuss auf dem Ergo: Race-Matrix

20. Dezember 2025

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Der Name Race-Matrix klingt vielversprechend – und doch ist das Konzept bewusst simpel: Jeder aktive oder ehemalige Rennruderer, egal ob Junior oder Senior, Leicht- oder Schwergewicht, kann sich in der kalten Jahreszeit auf dem Ruderergometer über 1000 Meter mit nahezu jedem anderen Wikinger messen. Daher rührt auch der Namensbestandteil „Matrix“, denn am Ende des Winters werden alle gesammelten Ergebnisse altersklassen- und gewichtsübergreifend sowohl in absoluten als auch in relativen Formaten aufgelistet. So kann sich jede:r direkt mit allen anderen vergleichen.

In diesem Winter gibt es zwei feste Austragungstermine. Der erste fand am vergangenen Samstag, kurz vor Weihnachten, statt und machte direkt Lust auf die kommende Wettkampfsaison. 23 Athlet:innen im Alter von 14 bis 33 Jahren absolvierten in sechs Abteilungen digitale Rennen, die teilweise im Zehntelsekundenbereich entschieden wurden.

„Oft rudern wir zwischen der Landesmeisterschaft und Ostern quasi nicht gegeneinander. Das wollen wir mit dieser internen Ergo-Challenge ändern“, erklärt Cheftrainer Maximilian Pawlik das neue Format. „Ergofahren ist nicht unbedingt beliebt, aber dennoch unverzichtbar – wir müssen daher Anreize schaffen, sich zu steigern.“ Moderne Technik macht dabei realistische virtuelle Rennen mit einfachen Mitteln möglich: Vier Ergometer wurden miteinander gekoppelt und das Rennen über eine Leinwand mit kleinen Booten live visualisiert. „Letztes Jahr haben wir das schon zweimal ausprobiert und jetzt ein richtig gutes Setup gefunden. Die Technik ist einfach zu installieren und schafft eine coole Regattaatmosphäre“, ergänzt Juniorentrainer Tom Weinhardt.

Die hohe Teilnehmerzahl und die gemeinschaftliche, sich gegenseitig unterstützende Atmosphäre bestätigten das Konzept. Jung und Alt feuerten sich an und kämpften um jede Hundertstel, um sich einen der begehrten Plätze auf dem Leaderboard zu sichern. Neue Bestzeiten hagelte es vor allem bei den Junior:innen: Charlotte Wiener setzte sich mit 3:48 min durch, Toni Detscher mit starken 3:06 min. „Es freut uns zu sehen, dass wir hier große Fortschritte gemacht haben – schließlich stecken wir schon mitten im Wintertraining“, resümiert Tom zufrieden.

Bei den Senior:innen, deren Saisonplanung von Maximilian erstmals um zwei Monate Richtung Sommer verschoben wurde, war die Race-Matrix zugleich der Startschuss in die wettkampfspezifische Vorbereitung. „Trotzdem können wir sehr zufrieden sein: Alle Männer blieben deutlich unter ihren Eingangswerten des Vorjahres, und auch bei den Frauen geht der Trend klar nach oben“, ordnet Maximilian ein. Dort setzte sich die ehemalige Vize-Weltmeisterin Eva Hohoff mit 3:34 min und neuem Leaderboard-Platz zwei knapp fünf Sekunden vor Esther Linner und Sophia Brenke durch. Bei den Männern trennten nur wenige Zehntelsekunden Simon Hilber, Rupert Pretzler und Lars Trampert, die trotz teils neuer persönlicher Bestzeiten Karl Draper mit 2:59 min den Vortritt lassen mussten. Dahinter blieb das Feld eng beisammen – ein deutliches Zeichen für das Potenzial der gesamten Mannschaft.

„Für die Männer und Frauen war das ein prima Start in die Vorbereitung. Bei den Junior:innen haben wir viele neue Erkenntnisse gewonnen – darauf müssen wir jetzt aufbauen“, fasst Maximilian zusammen. Damit wurden die Wikinger:innen in den Weihnachtsurlaub entlassen. Die nächste Race-Matrix steht am 21. Februar an – dann hoffentlich mit noch einmal deutlich schnelleren Zeiten, denn die Saison rückt näher.

Artikel vom: 22. Dezember 2025

Fotos von: Maximilian Pawlik