Nachruf Thomas Waetke

26. Januar 2026 - 26. Januar 2026

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Am Anfang stand der Studienrat Schneider, der 1987 seine Schüler am Bismarck-Gymnasium für den Rudersport begeistern konnte, darunter Thomas Waetke. Die bildeten eine engagierte Gruppe, die schon im Frühjahr 1988 auf Regatten erfolgreich war. Gekrönt wurde das durch eine Bronzemedaille im Achter beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin.

Das spornte an zu mehr. Gerudert wurde beim KRV Wiking, dessen Trainingsangebot lockte. Das führte dazu, dass fast die ganze Gruppe in den KRV eintrat und für einige Jahre den Kern der Jugendmannschaft bildete. Gekrönt wurde diese Karriere für Thomas durch die Teilnahme an den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Essen mit dem Vierer des LRV Baden-Württemberg. Tomas hat sich dabei über das Training hinaus vielfältig an der Ausbildung des Nachwuchses beteiligt.

Nach dem Abitur 1994 war die schöne Zeit vorbei. Das Jurastudium in Augsburg bot keine Gelegenheit zu rudern. Zurück in Karlsruhe forderten Vorbereitung und Gründung der Anwaltskanzlei ihren Tribut, aber schon im Herbst 2004 erklärte sich Thomas Waetke bereit, das Amt des ersten Vorsitzenden zu übernehmen. Da war er gerade dreißig Jahre alt. Das war für den traditionsbeladenen Verein ganz ungewöhnlich. Er hatte die Lage sorgfältig sondiert und Zuspruch gefunden. Aus seiner Schülerzeit hatte auch die Gewissheit bewahrt, dass da allerhand zu modernisieren sei. So trat er das Amt mit viel Elan an. Erste Erfolge reiften heran, aber er hatte wohl die Erfordernisse einer ungewöhnlich rasch expandierenden Kanzlei unterschätzt, die ihm immer weniger Spielraum für die Arbeit im KRV ließen. Nachdem er wiederholt den Hoffnungsstreifen am Horizont wahrgenommen hatte, musste er im Frühjahr 2007 erkennen, dass er das Amt nicht weiter in der Form wahrnehmen konnte, wie er sich das vorstellte und schied aus dem Amt. Noch einige Jahre später wurde deutlich, wie hohe Ansprüche dazu führen, dass das Amt nicht mehr besetzt werden kann.

Artikel vom: 2. Februar 2026