Traditionell endet für die deutsche Ruderelite die lange Wintersaison mit den Deutschen Kleinboot- und Parameisterschaften sowie der parallel stattfindenden Leistungsüberprüfung der U19. Gleichzeitig markiert diese Regatta den Auftakt in die Hauptsaison. Auf der historisch bedeutsamen Regattastrecke in Oberschleißheim (München) fanden am vergangenen Wochenende die ersten Titelkämpfe des DRV auf dem Wasser statt – mit dabei auch sechs Wikinger:innen, die ihre gute Frühform unter Beweis stellten.
Sophia Brenke, die seit Herbst am Stützpunkt in Münster trainiert, erreichte gemeinsam mit ihrer Mannheimer Partnerin Franka Müller (MRVA) über den Hoffnungslauf souverän das Halbfinale C/D. Dort belegte das Duo Rang drei und sicherte sich damit insgesamt den 8. Platz in der U23-Wertung. Im Finale A setzten sich Lene Mührs und Hannah Reif (Kettwig/Frankfurt) durch.
Bei den Skullerinnen ging Helena Brenke an den Start. In einem äußerst stark besetzten Feld mit elf Nationalmannschaftsanwärterinnen im Finale A/B qualifizierte sie sich mit überzeugenden Rennen unter anspruchsvollen Bedingungen zunächst für das Halbfinale C/D. Dort musste sie sich jedoch der Konkurrenz geschlagen geben. Im Finale D zeigte sie erneut ihre Stärke und belegte nach einem dominanten Rennen im Fotofinish knapp den zweiten Platz, was ihr Rang sechs in der U23-Wertung einbrachte. Das Finale A gewann Aurelia Janzen (Rostock) vor Alexandra Föster (Meschede). Bei den Männern setzte sich Olympiasieger Oliver Zeidler (Frankfurt) vor Jonas Gelsen (Höchst) durch.
Beide Wikingerinnen unterstrichen damit ihre Ambitionen für die anstehende Mannschaftsbildung im U23-Bereich und zeigten, dass die Form zu Saisonbeginn stimmt. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!
Für die Jung-Wikinger:innen ging Toni Detscher gemeinsam mit seinem Heidelberger Partner Ole Michel im JM2- an den Start. Bei ihren ersten 2000-Meter-Rennen mussten die beiden krankheitsbedingt Lehrgeld zahlen, konnten jedoch wertvolle Erfahrungen sammeln. Letztlich musste das Boot vor dem Finale abgemeldet werden.
Auch Wiking-Neuzugang Ruben Hamacher konnte im PR1-Männereiner nicht starten. Nach Diagnose und Entscheidung des Verbandsarztes wurde ein Start als unverhältnismäßig eingestuft.
Im PR4 Mixed-Doppelzweier mit Guide zeigte Youngster Julian Müller gemeinsam mit Sonja Arnold-Keifer eine starke Leistung. Auf den ersten 1000 Metern konnten sie der Kombination Krumbein/Luz (Braunschweig/Frankfurt) ernsthaft Paroli bieten, mussten sich jedoch auf der zweiten Streckenhälfte der größeren Erfahrung geschlagen geben. Ein weiteres Boot hielten sie klar auf Distanz und sicherten sich damit die Silbermedaille – die erste deutsche Paramedaille für den KRVW und die beiden Athlet:innen. Ein herausragendes Ergebnis, zu dem wir herzlich gratulieren!
Text: Redaktion
Bild: DRV/Seyb