Vogalonga 2024

Abenteuerliche Anreise und unvergessliches Rudererlebnis in Venedig

Veröffentlicht am: 21. Mai 2024

Auch in diesem Jahr machten sich wieder Ruderer vom KRV Wiking gen Venedig auf, um am Pfingstsonntag an der Vogalonga teilzunehmen. 15 Ruderinnen und Ruderer im Kirchboot und nochmal 5 Leute in einem Gigvierer. Einige fuhren schon am Donnerstag nach Italien, der Rest am Freitag, manche reisten aber auch von wo ganz anders an.

Die kleine Gruppe, die am Freitag am frühen Morgen startete hatte dann die schwierigste Anfahrt, denn zu der ohnehin schon langen Wartezeit am Gotthardtunnel kamen nochmal gut 3 Stunden Stillstand dazu, weil der Tunnel wegen einem Unfall komplett gesperrt war. Und nachdem dann die Autobahn endlich nach insgesamt rund 5 Stunden Wartezeit wieder frei war, ist unser Bus nicht mehr angesprungen. Eine sehr freundliche Schweizer Polizeistreife hat uns dann aber per Starthilfe auf die Sprünge geholfen und ohne das Auto nochmal auszuschalten sind wir dann bis Venedig durchgefahren, wo wir dann gegen 23 Uhr nach 17 Stunden Fahrzeit ankamen.

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In Venedig musste uns dann niemand mehr auf die Sprünge helfen, am Morgen riggerten wir unseren Vierer auf und gingen auch gleich auf’s Wasser. Nur Bettina wollte gleich in die Stadt, ebenso, wie die Kirchbootbesatzung. Am Nachmittag war dann auch der Rest aus dem Gigvierer, also Olaf, Peer, Rafael und Bernd in der Innenstadt von Venedig auf Sightseeingtour und dort trafen wir dann auch Bettina wieder.

Früh morgens mussten wir schon zum Bootsplatz aufbrechen, ein kurzes Frühstück, dann ging es schon los. Die Überfahrt von Mestre nach Venedig war dann aber schnell gerudert und wir hatten am Start genügend Zeit, bis es endlich los ging, mit den Böllerschüssen um punkt 9 Uhr. Das Wetter war fantastisch, leicht bewölkt bis sonnig, 23 Grad, kaum Wind, besser geht’s nicht.

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„Halbe Kraft!“ war das Kommando, das Steuermann Bernd auf der Strecke wohl am häufigsten geben musste. „Frei weg“ war nur kurzeitig zwischendurch mal möglich, und dann legten sich die 4 Ruderer auch mächtig ins Zeug. Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, wenn sich um die 1500 Boote auf den Weg machen und dann durch die engen Kanäle von Burano, Murano und Venedig fädeln. Da kommt man sich schon mal ziemlich nahe, aber das funktionierte letztendlich alles wunderbar. An der kleinen verlassenen Insel hinter Burano machten dann die meisten Boote Pause, um nicht mehr aufschiebbare Erledigungen zu machen. Dort holten wir dann auch unser Kirchboot ein, die legten zwar vor uns wieder ab, aber im weiteren Streckenverlauf kamen wir immer näher heran.

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Etwa 4 Stunden waren wir unterwegs, dann waren wir im Ziel. Wir kamen gleichzeitig mit dem Kirchboot an. Es hat alles so wunderbar problemlos geklappt, da hätte es wirklich nicht sein müssen, dass uns im Ziel dann ein Gondoliere mit seiner (mit Fahrgästen besetzten) Gondel hinten ins Boot rein krachte und uns unser Steuer, sowie die Wikingerfahne zerstörte. Die Polizei hat ihn zwar zusammengeschissen, aber denn Schaden haben letztendlich wir.

Mit den Kommandos Backbord über (oder auch das „andere Backbord“) und Steuerbord über, sowie stoppen und wenden etc. bugsierte Bernd dann das Boot durch die Kanäle hinaus in die Lagune und hinüber nach Mestre, wo es schnell verladen wurde.

Danach machten wir uns dann einen gemütlichen Nachmittag auf dem Campingplatz und am nächsten Morgen ging es dann nicht ganz so früh wieder auf die lange Fahrt Richtung Heimat.

Wir waren im Vierer ein tolles Team, es hat alles wunderbar geklappt.

Autor*in: Bernd Attner
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